
by Senor Codo
In letzter Zeit kann man mich häufiger mal vor dem GC* in der lokalen Stadtbücherrei antreffen. Diese Regalreihe enthällt Sozialwissenschaftliche Schriften aller Art. Eigentlich warte ich nur drauf, dass das Eva-Prinzip wieder verfügbar ist, doch so habe ich die Regale durchforstet und bin auf interesannte Publikationen gestoßen.
Uwe Brittens Niederschrift des Lebens von Ronnie Vahrt, einem sogenannten Crash-Kid, hat mich gepackt.
Die Crah-Kids zählen zu den radikalsten jugendlichen Aussteigern aus der normalen Welt. Was treibt sie dazu? Was hält sie in einer Szene, die von Diebestouren, Autojagden, tödlichen Unfällen, Alkohol und Drogen geprägt ist, die von organisierten Kriminellen ausgenutzt wird, in der das Leben aufreibt und immer gefährlicher wird?
Ronnie Vahrt, mit 12 Jahren aus einem Ostdeutschen Elternhaus geflüchtet, gehörte vier Jahre lang zur Crash-Kid-Szene am Hamburger Hauptbahnhof und am Berliner Bahnhof Zoo. Sein ungewöhnlicher und spannender Bericht gibt tiefe Einblicke in die Subkultur der Straße, auf die die Gesellschaft mit Hilflosigkeit reagiert.
Das beschriebene Schicksal dieses Jungen hat mich echt ergriffen. Falls ihr das Buch irgendwie in die Finger bekommen solltet, lest es!






























