Es ist sicherlich nicht schön, was ab 2 Uhr Auf der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Rheinhalle in Oberkassel geschehen ist. Anlässlich der Vorabiparty unserer Schule haben sich 20-30 Leute geschlagen, es wurden diverse Sachen geklaut und die Einrichtung und Glasscheiben der Halle teils schwer beschädigt.
Natürlich trug der verhältnismäßig geringe Preis für alkoholische Getränke (bsp. Bier 1 €, Flasche Sekt 6 €) seinen Teil dazu bei, dass es zu vielen Alkoholvergiftungen gekommen ist, und die Hemmschwelle für Straftaten gesunken ist. Bei manchen Leuten führte der übermäßige Alkoholkonsum sogar zum aufkeimen von Aggressivität und Wut, die sich dann in gewaltlichen Auseinandersetzungen äußern könnte. Jedoch sind gerade die, die Schlägerreien und Sachbeschädigungen begingen, zum Großteil nicht oder nur in geringem Maße alkoholisiert gewesen. Besonders die rivalisierten Gruppen aus dem Tannenbusch, einer berüchtigten Bonner Gegend, sowie deren verfeindeten Gegenspieler der anderen Rheinseite, auf deren Konto ein Großteil der Straftaten gingen, kamen erst später auf die Party, als einer ihrer “Komplizen” Einlassbändchen gestohlen und ihren ausgehändigt hatte.
Laut diversen Leuten sollen sich die beiden Gruppen absichtlich auf der Party getroffen haben um “sachen zu ziehen” und ihre Streitigkeiten gewalttätig auszutragen, ohne Rücksicht auf das Eigentum anderer Leute, sowie Verluste, zu nehmen.
Am Ende ist nun ein Schaden von rund 4000 Euro entstanden, für den unsere Abiturienten nun aufkommen müssten. Ich hoffe, dass sie zumindest Anzeige gegen die Unruhestifter erstellt haben.
Die Stadt hat nun, auch unabhängig dieser Geschehnisse, beschlossen, dass ab sofort keine weiteren Feiern in öffentlichen Gebäuden der Stadt mehr genehmigt werden.
Mir tut es besonders für die leid, die sich wirklich Mühe gegeben haben etwas auf die Beine zu stellen und dabei viel Zeit investiert haben, nur um sich dann alles von einer Hand voll Leute kaputt machen zu lassen. Das ist echt eine Sauerrei, kann man nicht anders sagen!
Eine weitere Sauerrei ist die Presse, die die Schüler unserer Schule als die alleinschuldigen Buhmänner darstellt. Mit darunter ist sogar die sonst eigentlich seriöse Morgenzeitung “Generalanzeiger”.
Einen unterhaltsamen Bericht schrieb jedoch Bonnaparte.de:
Erwachsene glauben oft, das Jugendliche das Schlimmste sind, was dem konservativen Deutschland passieren konnte. Erst am 8. Dezember wurden sie wieder in ihrer Vermutung bestätigt, als sich randalierende Jugendliche dem Dorf Oberkassel annahmen.
[...]
Denn bevor sie begannen, sich zu übergeben, hatten sie große Langeweile und zerbrachen die Scheiben und Lampen der Halle. Danach schlugen sie sich gegenseitig die Köpfe ein, Menschen gehen schließlich nicht so schnell kaputt und bluten so schön.
Quelle: bonnaparte
Betionenswert ist es, dass Bonnaparte als Einzigen folgendes bemerkten:
Aber der Punkt der mal wieder nicht berücksichtigt wird ist das sich nicht alle Jugendlichen daneben benahmen. Sicher hatten die Veranstalter diese Eskalation nicht geplant und viele der Gäste wollten tatsächlich nur feiern. Der Fehler liegt nicht darin, dass Jugendliche die Party planten, sondern die mangelnde Unterstützung durch Securitys und Polizisten.
Diesen Punkt missachteten der WDR, die Stern Shortnews und der Generalanzeiger wahrscheinlich mit Absicht. Es hätte ja auch die schönen reißerischen Artikel geschmälert.

Besten Dank an Max bzw. Moe von Bonnparty für das Foto.
Für uns als zukünftige Abiturienten, 2 jahre sind es ja noch bis dahin, stellt sich natürlich die Frage, wo und wie man eine Abiparty besser gestalten kann.
Ein Gedankengang meinerseits sieht wie folgt aus:
Man achtet schon beim Kartenvorverkauf darauf, wer eine Karte erhält. Dies sieht so aus, dass Name und Schule beim Verkauf der Karte auf eine “Gästeliste” gesetzt werden. Auch wenn Leute für Freunde Karten kaufen, müssen Name und Schule aufgenommen werden. Manche für ihre “Assis” bekannten Schulen würde man dann einfach nicht wünschen und diesen Personen keine Karten verkaufen. Dies mag ein wenig rassistisch aussehen, jedoch wüsste ich nicht, wie man es sonst lösen soll. Überprüft werden Name und Schule am Einlass über Personalausweis und Schülerausweis.Bei Falschnennungen sowie gefälschten Ausweisen aller Art wird der Zugang trotz Karte verweigert. Eine Abendkasse findet nicht statt, man erhällt nur über die Gästeliste zutritt.
Damit trotz dieses Aufwendigen Verfahrens mehr als 3 Leute pro Minute in die Halle gelangen können, muss es 3-4 Eingänge mit je 2-3 Kontrolleuren geben. Da käme man auf ca. 25-30 Leute pro Minute, die eingelassen werden.
Ein weiteres Manko waren die vielen Glasscherben, die durch heruntergefallene Kölschstangen verursacht wurden. Auf wenn Plastikbecher unschön sind, erfüllen sie doch sehr gut ihren Zweck und ersparen Verletzungen an den scharfen Glaskanten der zerstörten Gläsern.
Für Wertsachen kann natürlich kein Veranstalter haften, dies wird sich nie ändern. Jedoch kann man im vorfeld davor warnen wertvolle Dinge wie aktuelle Handys, MP3-Player, Digitalkameras oder große Mengen an Bargeld bei sich zu führen.
Eine omnipräsente Security, die auch wirklich hart durchgreift und nicht nur danebensteht, sowie ein direkter Draht zur Polizei, können zur Säuberung (wie das schon klingt) von außer Kontrolle geratenen Personen dienlich sein.
Das sagt sich hier natürlich alles so leicht. Eine so große Party ist sicherlich viel zu komplex, als dass sie in jedem Detail vorher durchplanbar und kontrolierbar ist.
Ich bin gespannt, wie die Lage in 2 Jahren aussehen wird!
Ich gehe hier natürlich sehr subjektiv an die Sache heran, daher mag man mir manche Gefühlswallung bitte verzeihen.

























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Ich schrieb, dass ich den MacMini zugunsten von mehr Platz und entfallender Synchronisationsarbeit rausschmeißen wollte. Gesagt - Getan!



