
Oder: Wie ich lernte die Energiesparlampe zu hassen …
Mein Vater ist schon seit langem ein Vertreter der Energieklasse A, was ja an sich eine löbliche Einstellung ist. Wären da nicht die leidlichen Energiesparlampen. Leidlich, weil, wie sich aus Erfahrung festgestellt hat, Energiesparlampen nicht nur unverhältnismäßig teuer, sondern auch noch als nicht sehr haltbar erwiesen haben. Das wäre aber noch zu verkraften, ist ja schließlich für die Umwelt und c0ntra C02 und so. Das Ärgernis meinerseits folgt ja jetzt erst:
Man stelle sich bitte kurz die Situation vor: Ein normales Treppenhaus mit einer 16stüfigen Steintreppe. So richtig schön hart und steinig. Zur Linken mittig an der Wand eine Wandleuchte, Baumarkt-Bauart. Mit, ihr könnt es euch sicherlich schon denken, na, noch keiner Energiesparlampe, die folgt später, also mit einer 60 Watt Glühleuchte, Thomas Edison Bauart. Zur Rechten findet sich ein Geländer, schwarz.
Dieses Szenario ist soweit ja noch harmlos. Nachts, beim Schlafwandeln im Halbschlaf, klatsche ich einmal links an die Wand, licht an, und mache meinen zügigen Abgang nach unten um den Kühlschrank zu plündern. Da hat bis vor kurzem auch immer gut geklappt.
Doch dann kam mein Vater mit der glorreichen, ja, hier ist sie, Energiesparlampe.
Ich wusste natürlich nichts von diesem Wechsel.
Ich also nachts, wie gewohnt, klatsch und runter.
Der Haken folgt auf dem Fuße: Das dumme Stück muss erstmal Vorglühen und wird erst nach 3-5 Minuten wirklich hell. Ich bin natürlich auf die 60W Helligkeit eingestellt und verstolpere mich, aufgrund der miserablen Lichtverhältnisse.
Mein erster Gedanke während meines Abwärtsfluges ging an den pummeligen unlustigen Moderator von Upps - Die Pannenshow, der einen pseudolustigen Kommentar zu meinem Abgang lieferte.
Ich hasse Energiesparlampen, ich hasse den dicken Moderator von Upps die Pannenshow, ich hasse Steintreppen.
Ich gehe jetzt nach unten. Von 60W feinster Leuchtkraft begleitet, die Funzel hab ich nach der Aktion erstmal aus dem Fenster geworfen dezent entsorgt.